e-Bike Typen - Pedelec, e-Bike und S-Pedelec

Elektrofahrräder oder E-Bikes im Allgemeinen werden in drei Kategorien eingeteilt. Wir unterscheiden Pedelecs, S-Pedelecs und E-Bikes.

Pedelec

(Elektrofahrrad mit beschränkter Tretunterstützung)

Die größte Modellvielfalt bei Elektrofahrrädern gibt es bei den so genannten Pedelecs. Der Begriff Pedelec, eine Kurzform für Pedal Electric Cycle, beschreibt ein durch einen Elektromotor unterstütztes Fahrrad. Die Unterstützung des Fahrers erfolgt in der Regel beim Pedalieren, also während des aktiven Tretens der Pedale am Fahrrad, auch Pedal Assist genannt. Die Tretunterstützung des Pedelecs kann durch verschiedene Unterstützungsmodi an die Bedürfnisse des Fahrers und die Fahrsituation angepasst werden: von keiner Unterstützung über einen Eco-Mode bis hin zum Power-Mode. Natürlich hat der Unterstützungsgrad Einfluss auf die Reichweite mit Motorunterstützung bzw. auf den Energieverbrauch am Akku. Um als Pedelec zu gelten, hat der Gesetzgeber auch die Motorleistung auf 250 W begrenzt. Elektrofahrräder mit mehr Leistung fallen in Kategorien wie S-Pedelec oder E-Bike. Einige Pedelecs verfügen über eine so genannte Anfahrhilfe oder auch Schiebehilfe. Die Anfahrhilfe ist auf 6 km/h begrenzt. Das Anfahren wird dadurch auf Knopfdruck erleichtert, genauso das Schieben am Berg oder zum Beispiel aus dem Fahrradkeller. Seit 20. Juni 2013 ist für das Fahren von Modellen mit Anfahr- bzw. Schiebehilfe weder eine Mofa-Prüfbescheinigung noch ein Führerschein vorgeschrieben. Die Motorunterstützung beim Pedelec wird bei Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h automatisch abgeschaltet. Beim Unterschreiten dieser Geschwindigkeit setzt die Unterstützung automatisch wieder ein. Ein Pedelec gilt aus verkehrsrechtlicher Sicht deswegen noch als Fahrrad im klassischen Sinn. Versicherungspflicht und Helmpflicht bestehen für die Pedelecs nicht.

S-Pedelec

(Schnelle Klasse oder Schweizer Klasse)

S-Pedelecs, die schnelle Klasse der Pedelecs, funktionieren wie normale Pedelecs, d.h. beim Pedalieren – also aktiven Treten der Pedale – wird der Fahrer durch den Motor unterstützt. Im Gegensatz zum normalen Pedelec wird beim S-Pedelec die Motorunterstützung erst ab 45 km/h automatisch abgeschaltet. S-Pedelecs gelten daher verkehrsrechtlich in Deutschland bereits als Kleinkrafträder. Deshalb gilt hier die Versicherungspflicht und eine Betriebserlaubnis ist für diese Modelle erforderlich. Die Leistung des Motors ist auf 500 W Nenn-Dauerleistung begrenzt. Für nach dem 01.04.1965 Geborene gilt jedoch, dass der Fahrer eines S-Pedelec mindestens eine Mofaprüfbescheinigung benötigt. Führerscheine für Auto, Moped und Motorrad usw. sind hierzu gleichwertig. Auch die Helmpflicht ist beim S-Pedelec ein Thema: Ein „geeigneter“ Schutzhelm wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Zudem muss ein Rückspiegel angebracht sein. Die Benutzung von Radwegen ist mit dem S-Pedelec untersagt.

E-Bike

Die dritte Klasse der unter den Begriff Elektrofahrrad fallenden Modelle sind die E-Bikes. E-Bikes unterscheiden sich vom Pedelec und S-Pedelec dadurch, dass diese Modelle auch ohne aktives Treten der Pedale durch den Motor angetrieben werden. E-Bikes gelten daher als Kleinkrafträder. Deshalb gelten hier die Versicherungspflicht und die Helmpflicht wie für Mofas und Kleinkrafträder. Durch einen Drehgriff oder auf Knopfdruck kann ein E-Bike mit Hilfe des Motors eine Geschwindigkeit von 20 km/h erreichen. Für nach dem 01.04.1965 geborene gilt jedoch, dass der Fahrer eines E-Bike mindestens eine Mofaprüfbescheinigung benötigt oder eben einen Führerschein für Auto, Moped, Motorrad usw.. Die Leistung des Motors ist auf 500 W Nenn-Dauerleistung begrenzt, womit ein E-Bike dann noch als Kleinkraftrad gilt. Es gibt unterschiedliche E-Bikes. Manche bieten eine Motorunterstützung bis 45 km/h, wie bei S-Pedelecs. Es gibt jedoch auch Modelle, die in Bezug auf Motorleistung, Unterstützungsgrad und motorunterstützte Höchstgeschwindigkeit darüber hinausgehen. Wichtig ist, dass Sie sich hierbei durch Ihren Fachhändler bezüglich der Versicherungs- und Zulassungsvorschriften wie auch der benötigten Fahrerlaubnis beraten lassen.

Für alle E-Bikes und Pedelecs gilt:

Vor dem Kauf sollte auch eine ausgiebige Probefahrt unternommen werden. Nur dann lässt sich individuell beurteilen, ob man sich sicher und wohl auf dem Flitzer fühlt und dieser auch lange Spaß macht. Es sollte jedoch zur eigenen Sicherheit bedacht werden, dass der Helm ein sinnvoller Schutz bei selbst- und fremdverschuldeten Unfällen für den Radfahrer ist. Safety first! Pedelecs, S-Pedelecs und E-Bikes gibt es für jeden Geschmack und für jedes Anforderungsprofil. Ob sportliches Mountainbike oder Rennrad, gemütliches City- oder Touren-/Trekkingrad oder leichtes Falt- oder Kompaktrad. Selbst für den gewerblichen Bereich gibt es Transporträder oder Lastenräder mit hoher Zuladung. Wichtig für jede Kaufentscheidung ist jedoch eine vorangegangene und ausgiebige Probefahrt mit dem favorisierten Modell. Nicht nur der Preis oder ein Test sollten die Entscheidung begründen. Antriebsart, Rahmenform oder die Ausstattung – viele Faktoren haben eine Auswirkung auf das Fahrverhalten eines Pedelec. Auch unterschiedliche Fahrsituationen sollten bei der Probefahrt berücksichtigt werden. Schaltverhalten am Berg, Anfahren am Berg, Fahren auf unbefestigtem Untergrund sind nur einige Stichpunkte die Einfluss auf Ihre Kaufentscheidung für Ihr Elektrofahrrad haben. Ausschlaggebend für Ihre Kaufentscheidung sollte Ihr persönlicher Eindruck bei einer Probefahrt sein. Sie müssen sich sicher und wohl fühlen. Dann steht dem Beginn einer hoffentlich langen Freundschaft nichts mehr im Wege. ebike-base.de, die erste und umfangreiche Marktübersicht für Elektrofahrräder, gibt Ihnen die Möglichkeit, gezielt nach dem passenden Bike zu suchen. Bei einigen Marken können Sie auch direkt die Fachhändler in Ihrer Nähe finden und eine Probefahrt anfragen.