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Dienstfahrräder – ADFC sieht Anreiz

Ab sofort gilt das sogenannte Dienstwagenprivileg auch für Fahrräder und Elektrofahrräder: Statt eines Dienstwagens können Unternehmen ihren Mitarbeitern nun ein Dienstfahrrad zur Verfügung stellen. Die Landesfinanzminister haben das in einem Erlass rückwirkend für 2012 entschieden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hatte sich zusammen mit anderen Verbänden und Unternehmen aus der Fahrradbranche für die steuerliche Gleichstellung eingesetzt und zeigte sich erfreut über diesen Erlass.

Fahrrad gleichberechtigtes Verkehrsmittel

„Der Beschluss der Landesfinanzminister ist ein weiterer Schritt zur Anerkennung des Fahrrads als gleichberechtigtes Alltags-Verkehrsmittel“, sagt ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork. Für Dienstwagen, die auch privat genutzt werden dürfen, gilt eine Pauschale in Form der Ein-Prozent-Regelung. Der Arbeitnehmer versteuert als geldwerten Vorteil monatlich ein Prozent des Listenpreises des Fahrzeugs. Das ist nun auf Fahrräder ausgeweitet worden. Ihr Nutzwert war bisher entweder komplett zu versteuern, oder der Arbeitnehmer musste jede einzelne Fahrt in einem Fahrtenbuch festhalten, um den Anteil der steuerpflichtigen privaten Nutzung zu ermitteln. Das war entweder ungerecht oder unpraktikabel.

Fahrrad oder Pedelec ideal

„Die steuerliche Gleichstellung gibt Firmen einen attraktiven Anreiz, ihren Mitarbeitern verstärkt Pedelecs und Fahrräder als Dienstfahrzeuge anzubieten“, sagt Stork. „Das entlastet die Straßen deutlich vom Autoverkehr.“ Derzeit werden sechs von zehn Neuwagen als Dienstwagen zugelassen. Zudem sind 45 Prozent aller Arbeitswege kürzer als zehn Kilometer – eine ideale Distanz, um sie mit dem Fahrrad oder Pedelec zurückzulegen. Im Gegensatz zu der Regelung bei Dienstwagen muss der Arbeitsweg nicht versteuert werden.

Quelle: PM ADFC

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