e-Bike & Pedelec News Blog

Hersteller reagieren auf E-Bike-Test

Einige Hersteller von E-Bikes aus dem Test von Stiftung Wartentest und ADAC 06/2013 haben inzwischen auf die Ergebnisse mit Pressemitteilungen und Stellungnahmen reagiert. Wir fassen für Sie die Sicht der Hersteller kurz zusammen. Die Mitteilungen im gesamten Wortlaut finden Sie auf der Homepage der jeweiligen Hersteller. Wir aktualisieren diese Liste beständig.

Kreidler

Bis heute hat unser Unternehmen keine Reklamationen aus dem Handel oder von Endkunden erhalten

„Stellte Kreidler in 08/2011 noch den Testsieger unter den 12 geprüften Elektrofahrrädern, ist der aktuelle Test für das Unternehmen Cycle Union und die Traditionsmarke Kreidler eine herbe Enttäuschung.

Innerhalb der veröffentlichten Testergebnisse zum Thema „Elektrofahrräder“ wurde neben einigen Produkten des Wettbewerbs unser Produkt Kreidler Vitality Elite VE3 im Bereich Sicherheit und Haltbarkeit aufgrund eines Lenkerbruchs mit „mangelhaft“ bewertet. Dieses Ergebnis führte zur Abwertung des Gesamturteils, auch wenn uns die Prüfer von Stiftung Warentest mehrheitlich positive Bewertungen zu unserem Kreidler Produkt bescheinigen (Fahren: „gut“, Antriebssystem + Motor: „gut“, Handhabung: „gut“, Schadstoffe in den Griffen: „sehr gut“).

(…)

Auch wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt von der Qualität des Lenkers und seinem unbedenklichen Einbau ausgehen, nehmen wir das Ergebnis und die mögliche Reaktion des Endkunden und des Handels sehr ernst. Als Konsequenz werden wir vorerst den Lenker für die laufenden Produktionen vorübergehend aus dem Programm nehmen und bereits produzierte Räder umbauen.“

Die detaillierte Stellungnahme finden Sie hier

 

Flyer

Testkriterien nicht zugänglich – Flyer weist Vorwürfe deshalb bis auf weiteres zurück

„Im Rahmen eines Pedelec-Tests, den die Stiftung Warentest in Zusammenarbeit mit dem ADAC durchführen liess, wurde unser FLYER C5R Deluxe bewertet. Dabei erreichten wir trotz zahlreicher guter bis sehr guter Teil-Testergebnisse (Note 1,0 – 2,5*) die Gesamtnote Mangelhaft (4,6). In diesem Test (simulierte und hochgerechnete Dauerfahrt 20‘000 km) ist anscheinend das Ausfallende eines FLYERs der C-Serie gebrochen.

Wir können Ihre allfällige Besorgnis sehr gut verstehen. Gleichzeitig können wir Sie beruhigen und Ihnen versichern, dass Produkte von FLYER höchste Qualitätsstandards und die relevanten DIN EN-Normen für den Rahmen erfüllen. Wir gewährleisten damit größtmögliche Sicherheit für Sie als Endkunde. Wir hatten in den letzten 10 Jahren, in denen mehrere 10‘000 Exemplare der C-Serie verkauft wurden, noch nie Kenntnis von einem solchen Fall.

Trotz sofortiger Nachfrage hat uns Stiftung Warentest bisher die Testkriterien nicht zugänglich gemacht. Eine umfassende und technisch fundierte Stellungnahme ist deshalb aktuell nicht möglich. Aus diesen Gründen weisen wir die aus dem Test hervorgehenden Vorwürfe bis auf weiteres zurück.“

Die detaillierte Stellungnahme finden sie hier: flyer.ch/topic9963/story43905.html

 

Victoria

Werte über DIN-Norm – schlechte Bewertung nicht nachvollziehbar

„Das Testergebnis des wegen angeblich „schwächlicher V-Brakes” abgewerteten VICTORIA „Assen“ ist für uns nicht nachvollziehbar. Wie bei allen eingesetzten Bremskombinationen wurde auch die beim „Assen“ eingesetzte Kombination (Hebel, Bremse, Felge) einem Bremsentest auf einem zertifizierten Prüfstand, hier der „Brakebull“ von Velotech, unterzogen und gemäß der geforderten Mindestverzögerungswerte nach DIN EN 14764 getestet.

Die beim VICTORIA “Assen” verwendete Kombination aus SHIMANO “BR-M422² V-Bremse und TEKTRO “CL 330² Bremshebel, hat die Prüfung, die beim Hersteller Derby auf XXL-Niveau für ein zulässiges Gesamtgewicht von 170 kg durchgeführt wurde, nicht nur bestanden sondern sogar übertroffen. Das erzielte Ergebnis lässt für diese Bremskombination demnach eine Freigabe für ein zulässiges Gesamtgewicht von 206 kg zu. Das zulässige Gesamtgewicht für das VICTORIA „Assen“ beträgt jedoch lediglich 130 kg.

Die Prüfergebnisse liegen in allen Fällen deutlich über denen, die von der DIN EN 14764 als Mindestverzögerungswerte vorgegeben sind.

Die von der Stiftung Warentest gemessenen und uns übermittelten Werte gehen über die Mindestanforderungen der DIN EN 14764 ebenfalls deutlich hinaus. Warum dies dennoch zu einer derart schlechten Bewertung führte, ist für die Hermann Hartje KG nicht nachvollziehbar. Die Messergebnisse, basierend auf den DIN EN 14764 Vorgaben, zeigen, dass es sich um ein Bremssystem handelt, das die geltenden Sicherheitsbestimmungen übererfüllt! Denn: Als Markenanbieter von Qualitäts-Fahrrädern hat für uns die Sicherheit der Nutzer stets oberste Priorität, so dass wir uns bei der Entwicklung immer nach den geltenden Anforderungen richten.

Die Hermann Hartje KG begrüßt neutrale und objektive Tests ihrer Produkte durch Dritte, die Kriterien dafür sollten sich jedoch an den für die Produkt-Zulassung geltenden Anforderungen orientieren, so dass es zu keinen, für den Verbraucher irreführenden Ergebnissen kommt.“

http://www.hartje.de/stellungnahme-victoria-zu-stiftung-warentest-062013

 

KTM

„Der KTM LINE Lenker ist seit Jahren ohne ein Vorkommnis im Einsatz“

„Das KTM Macina 8 wurde Anfang dieses Jahres vom anerkannten Fachmagazin ELEKTRORAD mit der Bestnote ÜBERRAGEND ausgezeichnet und zum Kategorie-Sieger „CITY BIKE des Jahres“ erkoren. Die Stiftung Warentest hat in Kooperation mit dem ADAC dieses Rad und 15 weitere Pedelecs diverser Hersteller getestet. Neun der 16 Pedelecs wurden mit „mangelhaft“ abgewertet. Das KTM Macina 8 erhielt eine Abwertung für einen Lenkerbruch.

Seit Bestehen der Marke KTM Fahrrad (1964) wird auf die Verwendung qualitativ hochwertiger Komponenten geachtet. Strenge Tests sowohl in hauseigenen als auch externen Prüflabors gewährleisten die Sicherheit aller am Markt befindlichen KTM-Produkte. KTM arbeitet dabei seit Jahren u.a. mit den anerkanntesten Institutionen wie HanseControl, Velotech etc. eng zusammen. Selbstverständlich werden die Prüfkriterien permanent den Anforderungen des Marktes angepasst und entsprechen den aktuellsten europäischen Normen.

Dies gilt auch für den beim Macina 8 verbauten Lenker. Ein makelloses Bauteil. Ein Lenker, der seit 2009 Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr in verschiedenen KTM Modellen in der Praxis verwendet wird und nicht einen Lenkerbruch aufweist.

Selbstverständlich wurde dieser Lenker bereits vor dem Serienstart (wie alle bei KTM verbauten Komponenten) strengen Prüfungen unterzogen, welche der EN14764 (die neuere eBike Norm EN15194 verweist auf diese) folgen. Alle bei KTM in Verwendung stehenden Bauteile entsprechen den strengen internen Qualitätsrichtlinien, die den geltenden EN Normen folgen bzw. darüber hinausgehen.“

www.ktm-bikes.at

 

Derby Cycle

„Derby Cycle überrascht über Stiftung Warentest Ergebnisse – Institut bestätigt Einhaltung der Strahlungsrichtlinien“

„Deutschlands E-Bike Marktführer Derby Cycle zeigt sich über die aktuellen Testergebnisse der Stiftung Warentest überrascht. Warentest hatte insbesondere das Modell Impulse iR HS der Marke Raleigh wegen zu hoher elektro-magnetischer Strahlung beanstandet. Ein unabhängiges Prüfinstitut bestätigte indes bereits im Jahr 2011, dass das in dem Modell verwendete Antriebssystem den Anforderungen der Richtlinie über elektromagnetische Verträglichkeit (EMV-Richtline 2004/108/EG) entspricht. Aus diesem Grund und da Derby Cycle die konkreten Testergebnisse derzeit noch nicht im Detail bekannt sind, geht das Unternehmen davon aus, dass seine E-Bikes den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Das renommierte und unabhängige Prüfinstitut SLG Prüf-und Zertifizierungs GmbH bestätigte am 28. Februar 2011 einem E-Bike, das im wesentlichen baugleich ist mit dem von der Stiftung Warentest untersuchten Modell, die Erfüllung aller im Rahmen der CE-Kennzeichnungspflicht nötigen EMV-Kriterien zur Abschirmung elektromagnetischer Strahlungen. Das entsprechende Zertifikat wurde von der Stiftung Warentest weder angefordert noch berücksichtigt. Da Derby Cycle weitere Informationen zu den einzelnen Testbedingungen nicht zugänglich sind, kann sich das Unternehmen nicht erklären, wie es zu den jüngsten Testergebnissen der Stiftung Warentest gekommen ist. Derby Cycle bemüht sich derzeit intensiv um eine Aufklärung des Sachverhalts und wird hierzu unverzüglich Stellung nehmen, sobald weitere Informationen zu den Testbedingungen bekannt sind.“

Das Prüfzertifikat, das die Einhaltung der Richtlinien zur Abschirmung elektromagnetischer Strahlung bestätigt, finden Sie hier:

http://www.derby-cycle.com/de/presse/pressemitteilungen-corporate.html

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