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Steuerliche Behandlung von E-Bikes (Pedelecs) und Fahrrädern

E-Bike und Pedelec - 1% Regelung bei Benutzung als Dienstfahrrad

Steuerliche Vorteile: 1% Regelung auch für E-Bikes & Pedelecs, die als Dienstfahrräder genutzt werden.

Durch den Erlass der Finanzbehörden der Länder vom 23. November 2012 kann die Ein-Prozent-Regelung, die vorher nur Dienstwagen vorbehalten war, für Dienst-Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs angewendet werden.

Privatfahrten mit E-Bikes die als Dienstfahrrad genutzt werden

Das Dienstrad darf für private Fahrten, dienstliche Fahrten und Fahrten vom und zum Wohnort genutzt werden.

Geldwerter Vorteil

Der geldwerte Vorteil wird mit 1% des Brutto-Listenpreises des E-Bikes angesetzt.

Besteuerung des Bruttoanschaffungswertes eines E-Bikes bzw. Pedelecs

1% des Bruttoanschaffungswertes des E-Bikes oder Pedelecs wird mit dem Gehalt dem steuerpflichtigen Lohn aufgeschlagen.

Arbeitsweg: zur Arbeit mit dem E-Bike

Bei E-Bikes und Pedelecs, die über 25 km/h fahren, muss wie bei Dienstwagen, der Arbeitsweg versteuert werden! E-Bikes ohne Versicherungspflicht bieten hier Vorteile.

Steuerlich voll absetzbar

Die Leasingraten für E-Bikes und Pedelecs sind als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar. Denn E-Bikes sind steuerlich dem Leasing-Geber zugeordnet. Das Leasing E-Bike ist bilanzneutral.

Gültigkeit

Die neue steuerliche Behandlung von Diensträdern nach § 8 Abs. 2 Satz 8 EStG hat mit dem Erlass rückwirkend für 2012 Gültigkeit.

 

Steuerliche Behandlung der Überlassung von (Elektro-)Fahrrädern vom 23. November 2012 (Auszug)

Überlässt der Arbeitgeber oder auf Grund des Dienstverhältnisses ein Dritter dem Arbeitnehmer ein Fahrrad zur privaten Nutzung, gilt für die Bewertung dieses zum Arbeitslohn gehörenden geldwerten Vorteils Folgendes:

Nach § 8 Absatz 2 Satz 8 EStG wird hiermit als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte und Heimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt. Die Freigrenze für Sachbezüge nach § 8 Absatz 2 Satz 9 EStG ist nicht anzuwenden.

Gehört die Nutzungsüberlassung von Fahrrädern zur Angebotspalette des Arbeitgebers an fremde Dritte (z. B. Fahrradverleihfirmen), ist der geldwerte Vorteil nach § 8 Absatz 3 EStG zu ermitteln, wenn die Lohnsteuer nicht nach § 40 EStG pauschal erhoben wird. Bei Personalrabatten ist der Rabattfreibetrag in Höhe von 1.080 Euro zu berücksichtigen.

Die vorstehenden Regelungen gelten auch für Elektrofahrräder, wenn diese verkehrsrechtlich als Fahrrad einzuordnen (u. a. keine Kennzeichen- und Versicherungspflicht) sind.

Ist ein Elektrofahrrad verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzuordnen (z. B. gelten Elektrofahrräder, deren Motor auch Geschwindigkeiten über 25 Kilometer pro Stunde unterstützt, als Kraftfahrzeuge), ist für die Bewertung des geldwerten Vorteils § 8 Absatz 2 Sätze 2 bis 5 i. V. m. § 6 Absatz 1 Nummer 4 Satz 2 EStG anzuwenden.

Dieser Erlass ergeht mit Zustimmung des Bundesministeriums der Finanzen und im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der anderen Länder. Er ist erstmals für das Kalenderjahr 2012 anzuwenden und wird im Bundessteuerblatt Teil I veröffentlicht.

 

Quelle: leasing-ebike.de | Fotos: Tischrechner (avevita.de)  | Logos (Screenshot Website leasing-ebike.de)

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