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Ab 1. August bietet der ADAC eine Privathaftpflicht-Versicherung für Pedelecs an. Grund ist, dass bei vielen Versicherungen immer noch nicht eindeutig geregelt ist, ob und unter welchen Vorraussetzungen Pedelecs als Fahrräder anzusehen sind.
Wer mit dem Elektrofahrrad einen Verkehrsunfall verursacht, kann so unter Umständen auf den Kosten sitzen bleiben, falls seine private Haftpflicht-Versicherung das Pedelec nicht als Fahrrad ansieht.

 

ADAC versichert Pedelecs

Der ADAC bietet ab 1. August eine Privathaftpflicht-Versicherung an, die unter anderem auch Schäden durch den Gebrauch von Pedelecs bis 25 km/h andeckt, egal, ob diese eine Anfahrhilfe besitzen oder nicht.

 

Zwei Optionen

Die ADAC Privathaftpflicht-Versicherung startet für Singles und Familien mit einem Basis- und einem Exklusiv-Vertrag in den Markt. Beide Produktlinien bieten Schutz bei alltäglichen Missgeschicken mit Personen-, Sach-, und Vermögensschäden. Im Basis-Vertrag mit bis zu fünf Millionen Euro, im Exklusiv-Vertrag mit bis zu zehn Millionen Deckungssumme je Versicherungsfall.

 

Pedelecs und weitere Fahrzeuge versichert

Als Besonderheit sind in den Verträgen mobilitätsbezogene Extras enthalten. So sind zusätzlich auch Schäden durch die Benutzung von nicht zulassungs- und versicherungspflichtiger Kraftfahrzeuge abgedeckt. Neben Pedelecs bis 25 km/h gehören dazu zum Beispiel auch Golfcaddies, Kranken- und Elektrofahrstühle, motorgetriebene Kinderfahrzeuge oder selbstfahrende Kleingeräte wie Rasenmäher.

 

Exklusiv-Vertrag deckt mehr ab

In der ADAC Privathaftpflicht-Versicherung Exklusiv sind überdies noch zusätzliche Leistungen enthalten. So etwa die Forderungsausfalldeckung, wenn der Versicherte von einem Dritten geschädigt wird, dieser aber nicht dafür aufkommen kann. Oder auch der Einschluss deliktunfähiger Kinder, ohne dass es auf eine Verletzung der Aufsichtspflicht ankommt. Eingeschlossen sind zudem Schäden, die bei ehrenamtlichen Tätigkeiten sowie beim Be- und Entladen von Kraftfahrzeugen entstehen.

Der ADAC hat eine kleine Übersicht mit Tipps und Hinweisen zusammengestellt. Wer mit dem Pedelec oder E-Bike unterwegs ist sollte folgende Punkte beachten wenn es um Unfallhaftung und Radwegenutzung geht.

Pedelecs dürfen Radwege nutzen

Pedelecs mit einer Unterstützung bis maximal 25 km/h dürfen Radwege nutzen, eine Helmpflicht besteht nicht. Der ADAC empfiehlt aber, einen Fahrradhelm zu tragen. Problematisch kann es beim selbstverschuldeten Unfall werden: Verfügt das 250-Watt-Pedelec über eine Anfahrhilfe, handelt es sich streng genommen um ein Kraftfahrzeug. Die private Haftpflichtversicherung zahlt nur dann, wenn sich der Versicherungsschutz auch hierauf erstreckt. Dies sollte vor dem Kauf mit der Versicherung geklärt werden – Pedelecs bis 25 km/h sollten explizit eingeschlossen sein.

Schnelle Pedelecs müssen auf die Straße

Schnelle Pedelecs mit Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h (bei ebike-base.de der Kategorie E-Bikes zugeordnet) dürfen nicht auf Radwegen gefahren werden. Auch Kindersitze und -anhänger sind nicht gestattet. Sie sind Kleinkrafträder, d.h. ohne Führerschein (mindestens Klasse M), Versicherungskennzeichen und geeignetem Helm darf gar nicht erst losgefahren werden. Da ein Motorradhelm mangels Belüftung für die Praxis ungeeignet ist, sind die Hersteller gefragt, spezielle Helme für diese Pedelecs zu entwickeln.

E-Bikes benötigen Versicherungskennzeichen

Die E-Bikes werden je nach Höchstgeschwindigkeit (20, 25 oder 45 km/h) als Leichtmofa, Mofa oder Kleinkraftrad eingestuft. Sie fahren über einen Gas-Dreh-Griff, ohne dass gleichzeitig in Pedale getreten werden müsste. Während bis 25 km/h die Mofa-Prüfbescheinigung reicht, braucht man beim E-Bike bis 45 km/h einen Klasse M-Führerschein. Das Tragen eines Motorradhelmes ist ab 25 km/h vorgeschrieben. Alle E-Bikes brauchen ein Versicherungskennzeichen.

Der ADAC empfiehlt, Pedelecs generell erst ab 15 Jahren zu nutzen und immer einen Helm zu tragen. Pedelecs ohne Versicherungskennzeichen sollten von einer privaten Haftpflichtversicherung erfasst sein. Der Gesetzgeber sollte die Empfehlungen des Verkehrsgerichtstags endlich umsetzen und klarstellen, dass alle Pedelecs bis 25 km/h Fahrräder sind und schnellere Pedelecs Kleinkrafträder. Technische Details und Tests zu Pedelecs gibt es unter www.adac.de.

Quelle: PM ADAC

Derby Cycle widerspricht entschieden den Ergebnissen des ADAC S-Pedelec Tests, bei denen das Kalkhoff Pro Connect S-10 36 und das Raleigh Stoker B 40 Premium jeweils nur mit der Note „ausreichend“ gewertet wurden. Nach Ansicht von Deutschlands umsatzstärkstem Fahrradhersteller sind die Ergebnisse aufgrund unangemessener Test-bedingungen zustande gekommen. So wurden vom ADAC für die Tests bereits gebrauchte und an der Gabel beschädigte Modelle verwendet und dabei einem nicht üblichen Überlasttest ausgesetzt, der weit über die üblichen Prüfkriterien hinausging.

Gebrauchte Gabeln verwendet

Der ADAC S-Pedelec Test widerspricht den allgemein üblichen und angewendeten Teststandards und -kriterien. Nach denen werden die Vergleichstest immer an neuen und nicht gebrauchten Modellen und Komponenten durchgeführt. Im ADAC-Test wurden aber bereits gebrauchte Gabeln verwendet, die zusätzlich noch eine Beschädigung aufwiesen.

Unübliche Testkriterien

Darüber hinaus ist vom ADAC nach Kriterien getestet worden, die üblicherweise nicht bei S-Pedelecs angewandt werden. „Da es sich bei S-Pedelecs um Kleinkraftfahrzeuge handelt, gibt es keine vorgeschriebene Norm für Tests an Gabeln von S-Pedelecs“, erklärt Karl-Heinz Lange,  Entwicklungschef bei Derby Cycle. „Der vom ADAC angewandte Überlasttest mit einer Belastung von +/- 800 N und 50.000 Lastwechseln liegt jedoch weit über dem, was in der Realität auftritt, so dass die Testergebnisse keine sachgerechte Aussage über die Qualität der verwendeten Gabeln zulassen“, so Lange. Die Qualität der Gabeln belegen auch die intensiven Tests, die von Derby Cycle im eigenen Testlabor und von einem unabhängigen Institut durchgeführt wurden.

Widerspruch zu anderen Tests

Dem ADAC-Test widersprechen auch die bisherigen Auszeichnungen des Kalkhoff Pro Connect S-10-36: so vergaben die unabhängigen Prüfer von ExtraEnergy und die Redaktion von ElektroRad jeweils Bestnoten für das S-Pedelec aus Cloppenburg.

Auf ebike-base.de finden Sie S-Pedelecs unter der Rubrik E-Bikes: Kalkhoff und Raleigh

Quelle: PM Derby Cycle, Foto: Derby Cycle

Vom 25. bis 27. Januar findet in Goslar der 50. Deutsche Verkehrsgerichtstag statt. Thema sind unter anderem Pedelecs – Führerschein- und Helmpflicht und andere Fragen dazu.

Unter dem Motto „Pedelec, Segway, Bierbike: Lust oder Last?“ beschäftigt sich der Arbeitskreis VI mit dem Thema. Referenten sind Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbands e.V. (ZIV), Dr. Markus Schäpe, Rechtsanwalt, Leiter Verkehrsrecht – Juristische Zentrale ADAC und Siegfried Brockmann, Leider der Unfallforschung der Versicherer (UDV), Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Hier die Beschreibung des Veranstalters: „Elektrofahrräder sind in Deutschland im Trend. Etwa 600.000 elektrisch unterstützte Fahrräder werden in diesem Jahr auf Deutschlands Straßen fahren. Längst haben unterschiedliche Altersgruppen die Lust an dieser neuen Form der Fortbewegung entdeckt. Unfallforschende und Verkehrssicherheitsexperten warnen jedoch auch vor Gefahren. Sind Verkehrsteilnehmende ausreichend auf Pedelecs vorbereitet? Müssen wir mit mehr Unfällen mit Toten und Verletzten rechnen? Sollte deshalb ein Tempolimit für Pedelecs eingeführt werden? Brauchen wir einen Führerschein für Pedelecs? Und gehören Elektrofahrräder auf Radwege oder auf die Straße?
Diese Fragen diskutiert der Arbeitskreis VI mit renommierten Experten aus verschiedenen Blickwinkeln. Haftungsrelevante Fragen sollen dabei ebenso beleuchtet werden wie Führerschein, Helmpflicht und eine mögliche Verbraucherberatungspflicht beim Kauf.“

Quelle: velobiz