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ADFC, VSF und ZIV fordern mehr Radverkehrspolitik in der kommenden Legislaturperiode. Die Verbände haben gemeinsame Eckpunkte aus Wirtschafts- und Verbrauchersicht artikuliert, wie die neue Bundesregierung den Radverkehr entwickeln kann.

Grundsätzlich braucht der Radverkehr eine gute UInfrastruktur, nachfragegerechte Wegenetze und ausreichend Platz, so das Papier des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), Verbund Service und Fahrrad (VSF) und Zweirad-Industrie-Verband (ZIV).Folge sind höhere Attraktivität der Fahrradnutzung und bessere Sicherheit.

Ladestationen für E-Bikes

100 Millionen Euro seien jährlich für den Neubau von Radwegen an Bundesstraßen bereitzustellen. 50 Millionen Euro pro Jahr müssen in den kommenden Jahren für innovative Modellprojekte investiert werden, zum Beispiel Radschnellwege in Ballungsräumen für Pendler oder Ladestationen für E-Bikes. Diese Maßnahmen fördern vor allem das Radfahren im Alltag.

Quelle: PM

ADFC-Urlaubsplaner "Deutschland per Rad entdecken"

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC präsentiert die aktuelle Ausgabe seines Standardwerks für den gesunden, umweltbewussten Radurlaub in Deutschland. Die mittlerweile neunte Ausgabe stellt 70 Radfernwege und rund 100 weitere Routen vor.

Magazinteil für E-Bikes und Pedelecs

Ein zusätzlicher Teil des Magazins widmet sich Themen- und Flussradrouten, Touren ins europäische Ausland und über angesagtes Reisen mit Pedelecs und E-Bikes. Dazu gibt es Tipps zur Fahrradmitnahme im Zug, zu fahrradfreundlichen Gastbetrieben und man kann nachlesen, welche Kriterien für ADFC-Qualitätsrouten gelten.

Die Broschüre ist 92 Seiten stark und kann beim ADFC angefordert werden.

Quelle: PM ADFC, Bild: ADFC/Karsten Klama

Ab sofort gilt das sogenannte Dienstwagenprivileg auch für Fahrräder und Elektrofahrräder: Statt eines Dienstwagens können Unternehmen ihren Mitarbeitern nun ein Dienstfahrrad zur Verfügung stellen. Die Landesfinanzminister haben das in einem Erlass rückwirkend für 2012 entschieden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hatte sich zusammen mit anderen Verbänden und Unternehmen aus der Fahrradbranche für die steuerliche Gleichstellung eingesetzt und zeigte sich erfreut über diesen Erlass.

Fahrrad gleichberechtigtes Verkehrsmittel

„Der Beschluss der Landesfinanzminister ist ein weiterer Schritt zur Anerkennung des Fahrrads als gleichberechtigtes Alltags-Verkehrsmittel“, sagt ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork. Für Dienstwagen, die auch privat genutzt werden dürfen, gilt eine Pauschale in Form der Ein-Prozent-Regelung. Der Arbeitnehmer versteuert als geldwerten Vorteil monatlich ein Prozent des Listenpreises des Fahrzeugs. Das ist nun auf Fahrräder ausgeweitet worden. Ihr Nutzwert war bisher entweder komplett zu versteuern, oder der Arbeitnehmer musste jede einzelne Fahrt in einem Fahrtenbuch festhalten, um den Anteil der steuerpflichtigen privaten Nutzung zu ermitteln. Das war entweder ungerecht oder unpraktikabel.

Fahrrad oder Pedelec ideal

„Die steuerliche Gleichstellung gibt Firmen einen attraktiven Anreiz, ihren Mitarbeitern verstärkt Pedelecs und Fahrräder als Dienstfahrzeuge anzubieten“, sagt Stork. „Das entlastet die Straßen deutlich vom Autoverkehr.“ Derzeit werden sechs von zehn Neuwagen als Dienstwagen zugelassen. Zudem sind 45 Prozent aller Arbeitswege kürzer als zehn Kilometer – eine ideale Distanz, um sie mit dem Fahrrad oder Pedelec zurückzulegen. Im Gegensatz zu der Regelung bei Dienstwagen muss der Arbeitsweg nicht versteuert werden.

Quelle: PM ADFC

In dieser Woche hat sich das Europäische Parlament für die Beibehaltung der Leistungsgrenze von Pedelec-Motoren ausgesprochen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßt diese Entscheidung.

Pedelecs bleiben Fahrräder

Gemäß der Entscheidung sollen weiterhin nur solche Pedelecs als Fahrräder gelten, deren Motor maximal 250 Watt leistet und den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h elektrisch unterstützt. Der Europäische Radfahrer-Verband ECF und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hatten sich bei den Abgeordneten für die Regelung eingesetzt und erreicht, dass die EU-Kommission die Beibehaltung der bestehenden Regelung empfahl. Die Abgeordneten folgen in ihrer Entscheidung nun dieser Empfehlung.

Verband betont Vorteile von Elektrofahrrädern

Das Europäische Parlament widersetzt sich mit dem Beschluss auch den Wünschen des Zweiradhändlerverbands ETRA, der die Vorteile leistungsstärkerer Motoren für elektrisch unterstützte Lastenräder und in hügeligen Regionen betonte. Der Beschluss muss noch vom Europäischen Rat bestätigt werden. „Wir brauchen eine klare Definition dafür, was noch ein Fahrrad ist und wann die Grenze zum Kraftfahrzeug überschritten wird“, sagt ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn. Durch die nun bestätigte, klare Begrenzung der Motorleistung werde einer drohenden Aufweichung dieser Grenze ein Riegel vorgeschoben – und damit auch möglichen Bestrebungen zur Einführung einer Helm- oder Versicherungspflicht.

Typgenehmigung für schnellere E-Bikes

„Das Europäische Parlament hat eine Entscheidung im Sinne des Verbraucherschutzes und der Verkehrssicherheit getroffen“, so Huhn. Leistungsstärkere oder schnellere Elektroräder sind bereits zulässig. Sie benötigen als Kleinkrafträder aber eine Typgenehmigung. „Diese Genehmigung würde bei einer Einstufung als Pedelec entfallen“, so Huhn.

Pedelec-Fahrer nutzen Radwege

Zudem kann eine höhere Motorleistung insbesondere älteren Pedelec-Fahrern die Kontrolle über das Zweirad erschweren, da sie zu einer stärkeren Beschleunigung beim Anfahren führt, so der ADFC. Mit dem Wegfall der Leistungsgrenze steigt auch der Anreiz zur Manipulation: Durch einfache Änderungen an der Software könnte die festgelegte Höchstgeschwindigkeit überschritten werden. Huhn: „Auf diese Geschwindigkeiten sind weder Fahrwerk und Bremsen, noch die Breiten und Kurvenradien üblicher Radwege ausgelegt, die Pedelec-Fahrer gern nutzen.“

Quelle: PM ADFC

42 Prozent der Bundesbürger fahren im Alltag regelmäßig Fahrrad, Tendenz steigend. Vor allem in den Städten sind immer mehr Radfahrer unterwegs. Doch viele Städte sind darauf gar nicht eingestellt, so dass Konflikte schon vorprogrammiert sind. Darauf weist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hin.
Trotz des Fahrrad-Booms werden Radfahrer bei der Verkehrsplanung immer noch benachteiligt. Der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg sagt: „Wenn wir von Radfahrern erwarten, sich an die Regeln zu halten, dann müssen Regelwerke und Infrastruktur dem Anstieg des Radverkehrs angepasst werden.“ Die Aufgabe der Verkehrspolitik sollte es sein, auf die erfreulicherweise stetig steigende Zahl von Radfahrern zu reagieren und bessere Wege für Radfahrer zu schaffen, Einbahnstraßen in Gegenrichtung zu öffnen und Ampeln fahrradfreundlich zu schalten.

Grüne Welle für Radler

Radfahrer müssen vielfach an Ampeln öfter warten als der Autoverkehr, oder sie bekommen erst durch Drücken auf einen Knopf Grün. Ulrich Syberg: „Angemessen wäre es, wenn die Grünphasen für Radfahrer ihrer tatsächlichen Fahrgeschwindigkeit angepasst wären, sonst ist im Stadtverkehr die rote Welle für Fahrradfahrer vorprogrammiert.“
Eine zeitgemäße Möglichkeit, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, stellen auch Radfahr- oder Schutzstreifen dar. Diese sind direkt auf der Fahrbahn markiert. Radfahrer fahren hier nicht versteckt hinter parkenden Autos oder Büschen, sondern befinden sich im Blickfeld der Autofahrer und werden beim Heranfahren an die Kreuzung oder beim Warten gut gesehen. Solche Radfahr- und Schutzstreifen sind sicherer und werden von allen Fachleuten inzwischen als Standard angesehen.

Rücksichtnahme ist oberstes Gebot

„Alle Verkehrsteilnehmer sollten ihre Geschwindigkeit der Situation anpassen. Nicht angepasste Geschwindigkeit ist eine Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle“, sagt Ulrich Syberg. Nach geltendem Recht müssen Autofahrer zudem beim Überholen von Radfahrern einen ausreichenden seitlichen Abstand von mindestens 1,50 Metern einhalten. Beim Öffnen der Autotür sollten sie immer nach hinten schauen. Für alle Verkehrsteilnehmer gilt: Für ein sicheres und entspanntes Ankommen im Alltag sind gegenseitiges Verständnis, Rücksichtnahme und klare Kommunikation oberstes Gebot.

Quelle: ADFC, Foto: Julia Baier