e-Bike & Pedelec News Blog

Alle Artikel verschlagwortet mit: VSF

ADFC, VSF und ZIV fordern mehr Radverkehrspolitik in der kommenden Legislaturperiode. Die Verbände haben gemeinsame Eckpunkte aus Wirtschafts- und Verbrauchersicht artikuliert, wie die neue Bundesregierung den Radverkehr entwickeln kann.

Grundsätzlich braucht der Radverkehr eine gute UInfrastruktur, nachfragegerechte Wegenetze und ausreichend Platz, so das Papier des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), Verbund Service und Fahrrad (VSF) und Zweirad-Industrie-Verband (ZIV).Folge sind höhere Attraktivität der Fahrradnutzung und bessere Sicherheit.

Ladestationen für E-Bikes

100 Millionen Euro seien jährlich für den Neubau von Radwegen an Bundesstraßen bereitzustellen. 50 Millionen Euro pro Jahr müssen in den kommenden Jahren für innovative Modellprojekte investiert werden, zum Beispiel Radschnellwege in Ballungsräumen für Pendler oder Ladestationen für E-Bikes. Diese Maßnahmen fördern vor allem das Radfahren im Alltag.

Quelle: PM

In seinem aktuellen Newsletter meldet der Verbund Service und Fahrrad g. e. V. (VSF) für 2012 einen Boom beim Verkauf von E-Bikes im Premium-Fachhandel. Fast ein Drittel mehr Pedelecs als im Vorjahr wurden 2012 in den VSF-Fachgeschäften verkauft, wie eine Untersuchung zeigt.

84 Prozent bieten E-Bikes an

84 Prozent aller VSF-Geschäfte haben E-Bikes im Programm, 13 Prozent aller verkauften Fahrräder hatten eine Motorunterstützung. Der Durchschnittspreis der Elektrofahrräder lag bei 2581,00 Euro, ein Indiz für den Wunsch der Kunden nach hochwertiger Qualität. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 380.000 E-Bikes verkauft, so dass auf Deutschlands Straßen mittlerweile mehr als 1 Million elektrisch unterstützte Fahrräder unterwegs sind.

Quelle: PM VSF

3,65% Wachstumspotenzial jährlich werden der Fahrradbranche laut der Studie „Branchenfokus Fahrräder 2011“ auch künftig zugetraut. Der Premium-Fachhandel erreichte 2011 sogar ein Plus von 9,4%. Pro Jahr werden in Deutschland rund 4 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft – im Vergleich dazu wurden laut Kraftfahrt Bundesamt 2011 nur 3,17 Millionen Autos neu zugelassen.

 

Gebündelte Wirtschaftsdaten

Diese und weitere Zahlen präsentierte der Geschäftsführer des Verbundes Service und Fahrrad (VSF e.V.) Albert Herresthal auf der vivavelo Pressekonferenz am 23. Februar 2012 in Berlin. Im Vorfeld des vivavelo Kongresses der Fahrradbranche, der am 27. und 28. Februar in der Landesvertretung von NRW in Berlin stattfindet, wurden gebündelt aktuelle Wirtschaftsdaten aus der Fahrradbranche vorgestellt, die zeigen, dass das Fahrrad auch als Wirtschaftsfaktor beachtliches leistet. So liege das Gesamtvolumen der Fahrradwirtschaft (inkl. Fahrradtourismus) aktuell bei 16 Milliarden Euro.

 

Wachstumsschub durch E-Bikes

Einen zusätzlichen Wachstumsschub brächten die E-Bikes, also Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung, von denen allein in Deutschland im Jahr 2011 rund 300.000 Stück verkauft wurden. Hingegen seien im selben Zeitraum lediglich 1.800 Elektroautos neu zugelassen worden (siehe auch Infografik „Fahrrad und Automobil im Vergleich“). „Während die Autoindustrie noch an der Elektromobilität tüftelt, ist sie im E-Bike bereits gelebte Realität“, hielt Albert Herresthal den Journalisten vor Augen. Er lobte den Innovationswillen und die Innovationskraft der Fahrradbranche, die bereits seit knapp 20 Jahren im Bereich der Elektromobilität forscht, entwickelt und produziert – „ohne Subventionen vom Staat einzufordern!“

 

Radverkehr löst Probleme

Die Fahrradbranche stehe aktuell für 278.000 Vollzeit-Arbeitsplätze in Deutschland, führte Herresthal weiter aus. „Radverkehr löst viele der Probleme, die uns heutzutage Sorgen bereiten: Verkehrsstau, Feinstaubbelastung, Abgase, Lärm, globale Klimaerwärmung oder hohe Spritpreise: Beim Fahrrad kein Thema! Bewegungsarmut der Gesellschaft oder die Kostenexplosion im Gesundheitswesen?: Fahrräder gibt es rezeptfrei im Fachhandel!“

Quelle: PM VSF

Grafik: www.vsf.de/Datenquelle: KBA, Trendscope, VSF, ZIV