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Welche Promillegrenze gilt für E-Bikes und Pedelecs?

E-Bike + Pedelec Promillegrenze

E-Bikes und Pedelecs sind immer mehr im Kommen und das nicht nur für Bequem-Radler. Aber wie werden die neuen Flott-Fahrräder eigentlich rechtlich eingestuft?

Während man als gewöhnlicher Fahrradfahrer keinen Führerschein und (noch) keinen Helm braucht und sein Gefährt außerdem bis zu einem Alkoholspiegel von 1,6 Promille noch besteigen darf, sieht das bei E-Bikes und Pedelecs anders aus. Kompliziert wird es bereits, weil es drei verschiedene Typen von E-Bikes und Pedelecs gibt: eine Version, die durch Treten eine Geschwindigkeit von bis zu 25 Stundenkilometern erreicht, eine ebenso leistungsstarke mit Anfahrhilfe, die auch ohne Treten bereits 6 Stundenkilometer schnell ist, und das sogenannte S-Pedelec, mit dem man mit Tretunterstützung bis zu 45 Kilometer pro Stunde zurücklegen kann. Auch beim Elektrofahrrädern gibt es drei verschieden schnelle Varianten: bis 20 Stundenkilometer, bis 25 und bis 45 Stundenkilometer.

Die bisherige Alkohlgrenze für Radfahrer im Straßenverkehr liegt bei 1,6 Promille. Wer mit einem E-Bike unterwegs ist muss jedoch folgendes beachten:

E-Bikes bis 25 km/h

Ein E-Bike, dessen Motor den Fahrer beim Radeln nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt gilt lt. Straßenverkehrsordnung als Fahrrad und ist somit kein Kraftfahrzeug.. Damit gilt für E-Bikes bis 25 km/h Tretunterstützung, das was auch für Fahrräder gilt. Man gilt „erst“ ab 1,6 Promille Alkohol im Blut als „absolut fahruntüchtig“. Dies ist natrürlich kein Freibrief für Elektroradler, denn auch mit weniger Alkoholgehalt im Blut kann man als fahruntüchtig eingestuft werden und begeht eine Ordnungswidrigkeit, nämlich dann, wenn ein Unfall passiert.

E-Bikes über 25 km/h

Für schnellere E-Bikes und S-Pedelecs gelten jedoch die Regeln wie für KFZ. Ab 0,5 Promille begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit. Ab 1,1 Promille am Lenker eine schnellen E-Bikes gilt das Fahren als Straftat. Da schnelle E-Bikes versicherungspflichtig sind und eine Nummernschild erfordern kann die Versicherung bei Vorsatz auch Regress fordern, wenn unter Alkoholeinfluss Schäden verursacht werden.

Pedelec mit Anfahrhilfe

Beim Pedelec mit Anfahrhilfe ist rechtlich noch so gut wie alles ungeklärt: Braucht man keinen Führerschein oder einen fürs Mofa, darf man erst ab 15 Jahren aufsteigen oder schon vorher? Und: Muss man einen Helm tragen? Liegt die oberste erlaubte Promillegrenze bei 0,5, 1,1 oder wie beim klassischen Rad bei 1,6 Promille? Je nachdem, ob das Pedelec mit Anfahrhilfe als Fahrrad oder Leichtmofa eingestuft wird, dürfen Kinder mitgenommen werden oder nicht. Eindeutig ist die Rechtslage nur dahingehend, dass der Fahrer keine Radwege benutzen muss, sein Rad aber auf normalen Fahrradstellplätzen abstellen darf.

Ohne Alkohol mit E-Bike und Pedelec durch den Straßenverkehr

Besser ist es: keinen Alkohol beim Fahren und Teilnahme am Straßenverkehr zu trinken, egal welches E-Bike und Pedelec Sie verwenden. So sind Sie nicht nur rechtlich auf der richtigen Seite sondern auch sicher auf den Straßen unterwegs und gefährden weder sich noch andere. Gleiches gilt für das Tragen eines Fahrradhelms – weitere Informationen zur Helmplicht beim E-Bike fahren.

 

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