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ZIV reagiert auf E-Bike-Test

Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) hat sich in einer Pressemeldung zum aktuellen E-Bike-Test der Stiftung Warentest und des ADAC geäußert.

Darin heißt es:

„Der in dieser Woche veröffentlichte Test der Stiftung Warentest (StiWa) und des ADAC kommt zu einem sehr negativen Ergebnis. 9 von 16 getesteten E-Bikes waren mangelhaft. Gebrochene Lenker und Rahmen, schlechte Bremsen sowie elektrische Antriebssysteme, die elektromagnetische Strahlen aussenden, waren laut Stiftung Warentest für die schlechten Testergebnisse verantwortlich.

Für den ZIV stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, warum die von der Stiftung Warentest und dem ADAC ermittelten Schäden, nicht auch in der Praxis auftreten. Sowohl eine vom Einzelhandelsverband VDZ durchgeführte Blitzumfrage, wie auch die Ergebnisse der Diskussionen in der ZIV-Arbeitsgruppe „E-Bike“, die sich seit mehr als 10 Jahren mit dem Thema beschäftigt, zeigen, dass diese Schäden nach unserem Kenntnisstand in der Praxis keine Rolle spielen.“

Prüfverfahren bei E-Bikes und Pedelecs unterscheiden sich

Die Stiftung Warentest wende laut ZIV seit vielen Jahren ein Prüfverfahren für die Betriebsfestigkeitsanalyse der Bauteile an, das sich grundlegend von den Anforderungen und Prüfverfahren in den europäischen und internationalen Normen unterscheide. Das Problem sei laut ZIV, dass die von der Stiftung Warentest durchgeführten Prüfungen von den Unternehmen nicht  nachvollzogen werden könnten, da die Messwerte und Lastspielzahlen seitens der Stiftung Warentest nicht veröffentlicht würden. Eine Reproduzierbarkeit in anderen Testlaboren sei deshalb nicht oder nur sehr schwierig möglich.

Gleiche Teile – unterschiedliche Ergebnisse?

Daneben stellt sich für den ZIV die Frage, warum der Testbericht zum Teil widersprüchliche Ergebnisse für gleiche Bauteile enthalte, die in unterschiedlichen Produkten eingebaut sind. Dies gelte sowohl für mechanische Teile als auch für Antriebssysteme. Abgesehen von den Testergebnissen sei nach Auffassung des ZIV die Art und der Wortlaut der Veröffentlichung als sehr negativ anzusehen. Es werde der Anschein erweckt, dass E-Bikes grundsätzlich gefährlich und unsicher seien. Dabei bleibe komplett unberücksichtigt, dass es Produkte gebe, die den Anforderungen der Stiftung Warentest entsprochen hätten. Eine Vielzahl an erfolgreichen E-Bike Modellen wären nicht Bestandteil der Prüfung. Die sehr positiven Rückmeldungen aus dem Markt würden zeigen, dass der größte Teil der E-Bike Fahrer und Fahrerinnen mit ihren Produkten sehr zufrieden sei.

Der ZIV werde die Ergebnisse des Tests im Detail mit seinen Mitgliedunternehmen diskutieren und die vielen offenen Fragen der Stiftung Warentest und dem ADAC vorlegen. Der ZIV hofft darauf, dass die Gespräche zu einer Klärung beitragen werden.

Quelle: PM Zweirad Industrie Verband (ZIV)

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